+49 7243 20712-0Service PLZ 69/76/77
KMTS Group
Objektive Einordnung vor dem Verkauf

Kapselmaschine oder Vollautomat:
ab wann die Rechnung kippt

Im Einzelbüro ist eine Kapselmaschine eine nachvollziehbare Wahl. Mit steigender Tassenzahl werden Portionspreis und Durchsatz jedoch zum Problem.

Stärken

Wofür sich eine Kapselmaschine eignet

  • Sehr geringe Anschaffungskosten
  • Kein Reinigungsaufwand über das Nötigste hinaus
  • Sinnvoll im Einzelbüro oder bei sehr wenigen Tassen am Tag
  • Sofort einsatzbereit, kein Wasseranschluss nötig
Grenzen

Wo die Kapseltechnik an ihre Grenzen kommt

  • Hoher Preis pro Tasse: der Portionspreis einer Kapsel liegt deutlich über dem einer Portion Bohnen
  • Geringer Durchsatz: nicht für Dauerbetrieb ausgelegt, spürbare Wartezeiten bei mehreren Nutzern hintereinander
  • Abfall durch Einwegkapseln
  • Abhängigkeit vom Kapselsystem verhindert die freie Bohnenwahl
Beispielrechnung

So verschiebt sich der Portionspreis

Die folgenden Werte sind eine Beispielrechnung mit frei gewählten Annahmen, keine Preisaussage von KMTS. Setzen Sie Ihre eigenen Einkaufspreise ein, dann stimmt das Bild für Ihren Betrieb.

Annahme Kapsel

Bei 0,35 € pro Kapsel kostet eine Tasse 0,35 €. Bei 50 Tassen am Tag sind das 17,50 € täglich.

Annahme Bohne

Bei 8 g Bohnen je Tasse und 20 €/kg kostet eine Tasse 0,16 €. Bei 50 Tassen am Tag sind das 8,00 € täglich.

Beide Rechnungen betrachten nur den Kaffee selbst, ohne Gerät, Service, Milch und Wasser. Ab etwa mehreren Dutzend Tassen am Tag kippt die Gesamtrechnung als Orientierung deutlich zugunsten eines Vollautomaten, sowohl bei den laufenden Kosten als auch beim Durchsatz. Eine exakte Schwelle gibt es nicht, sie hängt von Ihren Einkaufspreisen und Ihrem Trinkverhalten ab.

Mehrere Nutzer

Warum es ab dem dritten Kollegen eng wird

Kapselmaschinen sind auf Einzelbezug gebaut. Der Brühkopf braucht zwischen zwei Tassen einen Moment, der Wassertank fasst wenige Liter, der Kapselbehälter ein paar Dutzend Portionen. Solange eine Person zwei Tassen am Tag zieht, fällt das nicht auf. Stehen morgens fünf Personen nacheinander an derselben Maschine, entsteht eine Warteschlange, die niemand eingeplant hat.

Dazu kommt der organisatorische Aufwand, den kaum jemand einrechnet: Kapseln bestellen, Sorten vorrätig halten, Tank füllen, Behälter leeren. In größeren Teams landet diese Aufgabe erfahrungsgemäß bei einer Person, die dafür nicht eingestellt wurde. Ein leitungsgebundener Vollautomat mit Bohnenbehälter verschiebt diesen Aufwand auf einen festen Turnus.

Abfall

Was pro Jahr an Kapseln zusammenkommt

Jede Tasse hinterlässt eine Kapsel. Bei 50 Tassen an fünf Arbeitstagen sind das über 12.000 Portionshüllen im Jahr, die getrennt gesammelt und entsorgt werden wollen. Aluminiumkapseln lassen sich über die Systeme der Hersteller zurückführen, das setzt allerdings voraus, dass im Betrieb jemand die Sammlung organisiert. Kunststoffkapseln landen in der Praxis meist im Restmüll.

Betriebe mit Nachhaltigkeitszielen oder Berichtspflichten stoßen an dieser Stelle regelmäßig auf einen Widerspruch zwischen der eigenen Außendarstellung und der Teeküche. Bohnen kommen im Verhältnis dazu in großen Gebinden, der Kaffeesatz ist organischer Abfall.

Entscheidungshilfe

Ab wann sich der Wechsel rechnet

Eine feste Tassenzahl, ab der ein Vollautomat günstiger ist, gibt es nicht: Sie hängt von Kapselpreis, Bohnenpreis, Gerätekosten und Servicevertrag ab. Als Orientierung lohnt sich die Rechnung, sobald regelmäßig mehrere Dutzend Tassen am Tag anfallen oder mehr als eine Handvoll Personen dieselbe Maschine nutzt. Der Unterschied im Portionspreis wirkt jeden Tag, die Anschaffung nur einmal.

Wer nicht investieren will, findet in der Vollservice-Miete oder im Leasing eine monatliche Rate statt einer Einmalzahlung; Wartung, Verschleißteile und Filter sind in der Miete enthalten. Damit bleibt der Kapselmaschine vor allem ein Vorteil: Sie ist die unkompliziertere Lösung für sehr kleine Bedarfe.

Welche Geräteklasse zu Ihrem Verbrauch passt, klären wir im Bedarfs-Check. Wenn im Betrieb überwiegend schwarzer Kaffee in großen Mengen getrunken wird, lohnt vorher noch ein Blick auf die Filtermaschine.

Transparenz

Was wir anbieten und was nicht

KMTS bietet keine Kapselmaschinen an. Unser Portfolio umfasst ausschließlich Kaffeevollautomaten und Siebträger.

Wir führen nur Technik, die unsere eigenen Techniker warten, reparieren und mit Ersatzteilen versorgen können. Das hält den Service verlässlich, statt das Sortiment breit zu machen.

Dieselbe Einordnung finden Sie auch zur Filtermaschine.

Weiterlesen

Zwei Wege, die wir wirklich begleiten